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Brunstorf

Am 13.01.1371 verpfändet Herzog Albrecht von Mecklenburg, die "Städte und Schlösser Marlow und Sülze" sowie 23 andere Orte an den Bischof von Schwerin. In dieser Urkunde wird neben "Guthendorpe" (Alt Guthendorf) und "Nigen Guthendorpe" (Neu Guthendorf) nun auch ... "Brunestorpe" genannt.

Im Jahre 1731 wurde Brunstorf von Marlow nach Kölzow umgepfarrt. Aus einer Karte aus dem Jahre 1764 ist zu erkennen, dass Brunstorf ein ganz anderes Aussehen hatte als heute. Das Dorf zeigt sich als sogenanntes "Runddorf", die einzelnen Gehöfte sind kreisförmig um den Dorfteich gruppiert. Aus der Karte ist zu schließen, dass Brunstorf bis dato noch kein Gutsdorf war.

1929 verkaufte Gutsbesitzer Rittmeister Charly Mehns wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Landwirtschaft seine Güter Wöpkendorf, Kanneberg und Brunstorf an die "Kultur- und Siedlergesellschaft deutscher Landwirte". Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden die Güter aufgesiedelt und vorwiegend an Leute aus dem Badischen und Westfälischen, die zu 90% katholischen Glaubens waren, vergeben.

Mit der Anlage der Eisenbahnstrecke Sanitz - Tribsees im Jahr 1895 entstanden gleichzeitig auch etliche Feldbahnen, die von entfernteren Orten zu den Bahnhöfen führen. Eine dieser Feldbahnen begann in Alt Guthendorf und lief über Brunstorf und Wöpkendorf zum Bahnhof Dettmannsdorf - Kölzow. Bei vielen Versuchen, die die Stadtverwaltung Marlow unternahm, um einen direkten Bahnanschluss für die Stadt zu bekommen, dachte man auch hier darüber nach, diese Feldbahn bis Marlow zu verlängern und dann mit einem kleinen Personenzug zu befahren. Brunstorf ist heute ein Ortsteil der Stadt Marlow.

OT Brunstorf














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Wappen Stadt Marlow STADT MARLOW